Zu „professionellem“ Auftritt und Verhandlung gehörte bisher auch

die Zurückhaltung jedweder Gefühle: Coolness.

Leider ist Coolness in der Führung, im Mitarbeitergespräch (und nebenbei auch in der Partnerschaft) die denkbar ungeeignetste Haltung, das für langfristige Beziehungen notwendige, nachhaltig wachsende Vertrauen aufzubauen.
Vertrauens- und glaubwürdig, integer wird der Auftritt, der Mensch als Führungskraft nicht nur durch verlässliche Zahlen und Leistungen, durch die Einheit von Denken, Sprechen und Handeln, sondern auch durch „Authentizität“: das ist der zu den Inhalten harmonisch- passende, synchrone Gefühlsausdruck.

Der ERWACHSENE Umgang mit Gefühlen:
Emotionale Präsenz, Kompetenz und Empathie

Mit der zunehmenden Präsenz von Frauen, auch auf der Führungsebene sind Männer zunehmend darin gefordert, ihre „emotionale Kompetenz“ zu entwickeln. Das meint zuvorderst den „erwachsenen“ Ausdruck und Umgang mit den eigenen Gefühlen, zum zweiten auch die Wahrnehmung und den verantwortlichen Umgang mit Gefühlen beim Gegenüber, ob Partnerin, Mitarbeiter oder Kunde.
Als Führungskraft, insbesondere in brisanten Situationen (!),  ist es nicht nur meine Aufgabe, bei mir, Mitarbeitern und Kollegen „gute Laune“ zu verbreiten.
Sondern, und genau DAS ist emotionale Kompetenz,  ich kann auch das Vertrauen und den Mut vermitteln, auch „gute“ wie „schlechte“ Gefühle in sich zu erkennen, anzuerkennen und zu lernen, sie bewusst (verantwortlich) auszuleben.
Diese Frage beschreibt den Unterschied von kindlichem und erwachsenem Umgang mit Gefühlen: „Haben meine Gefühle mich (im Griff) – oder habe ich, besser: NUTZE ich meine Gefühle?“ Es ist nicht nur das, WAS ich sage, sondern viel mehr Wirkung hat die Art, WIE ich (mit den Mitarbeitern) spreche:
1.) Wie wirkt die besondere, individuelle Art der Ansprache und emotionale Präsenz massiv auf das Arbeitsklima?
2.) Wie beeinflusst die Art der Ansprache auch den Ton der Mitarbeiter untereinander, wie auch im gelebten Beispiel, gegenüber Kunden!

Führungskräfte haben also auf mehreren Ebenen Verantwortung und Gestaltungsmacht für die Arbeitsqualität in ihrem Verantwortungsbereich

Von der Selbst- Wahrnehmung zur Empathie, vom ICH zum DU: „Welches Gefühl spüre ich bei mir, und welchen Gefühlsausdruck nehme ich beim Mitarbeiter wahr?“
Weil ich vor großen Gefühlen keine Angst zu haben brauche, kann ich sie nicht nur tragen und bei meinem Gegenüber ertragen, ich kann sie benutzen, als Instrumente zur Herstellung und Vermeidung von Nähe und Vertrauen.
Das kann geschehen, indem ich dem Gegenüber zeige, wie man sich von diesen nicht überfluten lassen muss, sondern diese Gefühle Grenzen haben. Ich stelle mich dem (fremden?) Gefühl und lasse es ganz genau so stehen. Das ist das Gegenteil von ignorieren, bagatellisieren, dem Abschneiden der Gefühle, das ist „gelebte Empathie“.

Voraussetzung Schattenarbeit
Manchmal stellt man sich im Mitarbeitergespräch – unbewusst – selbst ein Bein. Hier wirken die „dunklen Seiten der Emotionalität“. Gerade dort, wo unsere Kollegen uns extrem herausfordern, ist es unsere Pflicht, um unseres eigenen Wachstums willen, hinzuschauen! Und hier zeigt der Coach auf, warum das Gespräch dann „unrund“ läuft- und wie das in Zukunft verhindert werden kann.

Führen mit Empathie
steigert die Mitarbeiterzufriedenheit, senkt so Fehlzeiten, Krankenstand und steigert deren Effizienz!

Training und Coaching

  • – Formaler Rahmen:Vertrauen
    A. (4- Augen -/) Kurzworkshop über theoretische Inhalte ( 1/2 Tag )
    B. Coaching „on-the Job“, im konkreten Mitarbeitergespräch

 A. – Theoretischer Inhalt

◦ Was ist Empathie?

  • Umfang der Verantwortung für die Gesprächsatmosphäre, (180%!)
  • Selbst- Wahrnehmung, Spiegelneuronen und Spiegelfunktion: „Warum ich fühle, was DU fühlst!“
  • Rationale und emotionale Empathie, Extreme und Grenzen des Mitgefühls, positive Erfahrungen von passiver Empathie
    ◦ Die „autonome Persönlichkeit“: Balance aus Souveränität und Mitgefühl
    (Wie*) Ist Mitgefühl „lernbar“? Der bewusste Einsatz im Mitarbeitergespräch
    ◦ Bewusstwerdung der Gefühle als Motor, Leidenschaft als Handlungsenergie
    ◦ Unterscheidung: Gefühle als Triebkraft und Werkzeuge
    ◦ Weibliche Aspekte in „männlicher“ Gesprächsführung: vom Eros zum Thymos
    · Bedeutung der Empathie im Mitarbeitergespräch: vom Verständnis zum souveränen Mitgefühl
    ggf. Ausblick und Risiko:
    Bedeutung der Empathie für das Paargespräch in der Partnerschaft
    Risiko: Hybris vs. Empathie für „Gefühllosigkeit“

 B. – Coaching: Vermittlung und Übung von Empathie im konkreten Mitarbeitergespräch

  • Praxis der Selbst- Wahrnehmung (eigene Gefühle spüren)
  • Praxis der Fremdwahrnehmung: unbewusste Signale des Mitarbeiters
  • Aktive, konstruktiv- empathische Kommunikation:
    – Gefühle des Mitarbeiters (rational, emotional) wahr“nehmen“
    – und ansprechen
    – 4 Schritte in Balance mit Mitgefühl und zielbewusster Führung
  • konstruktives Feedback nach jedem Gespräch

– Literatur:
Bauer, Joachim: „Warum ich fühle, was Du fühlst- Das Geheimnis der Spiegelneurone“
Bischof- Köhler, Doris: „Von Natur aus anders“ – Die Psychologie der Geschlechts-
unterschiede, 4. Aufl., Kohlhammer, Stuttgart (S. 309 ff, insbes. 319)
Fügner, Thomas: „Die wahre Kraft des Mannes“, München 2012
– Dauer: 1 Tag
– Kosten: € 1.750.- / Tag zuzügl. ges. MwSt.