Was ist das?
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Welche Fähigkeiten und Talente gehören dazu?


Das Wort an sich hört sich ja gar nicht so schwierig an: Sozialkompetenz. Interessant wird es dann, wenn Sie einmal andere Leute fragen, was diese denn unter der Fähigkeit „sozial kompetent“ zu sein, verstehen. Damit Sie selbst Klarheit in diesen Begriff-Dschungel bekommen, finden Sie hier eine Aufzählung über die Eigenschaften einer „sozial kompetenten“ Person.

Dass die Fähigkeit zur „Sozialkompetenz“ heute groß geschrieben wird, das hat jeder von uns schon einmal gehört. Schwieriger wird es schon, wenn man sich einmal die Frage überlegt „Wie ist man denn eigentlich, wenn man sozial kompetent ist?“ Welche Fähigkeiten und Talente gehören dazu?

Wollen wir das Rätsel einmal lösen: Die Lehrmeinung sieht die Sozialkompetenz als Unterpunkt der Schlüsselqualifikationen bzw. Kernkompetenzen oder Soft Skills. Die Sozialkompetenz setzt sich hiernach aus den folgenden neun Fähigkeiten zusammen:

1. Sozialtugenden
Darunter versteht man das prosoziale Verhalten als Idealverhalten, das gekennzeichnet ist durch Mitverantwortung, Gemeinsinn (Solidarität), Brüderlichkeit, Zuverlässigkeit, Respekt/Ehrgefühl/Würde, Gerechtigkeit und Duldsamkeit/Toleranz.

2. Zueinander finden können
Unter „Zueinander finden können“ versteht man Kontaktfähigkeit und Höflichkeit. Da dies ja nun zwei recht pauschale Begriffe sind, werden diese wiederum definiert durch

Kontaktorganisation (Kontaktaufnahme, Kantaktabbruch, Kontaktadresse),
Kontaktkapazität (persönliche und institutionelle), Kontakttraining,
Höflichkeits- und Umgangsformen (Grußworte, Abschiedsformen, Dankesworte) sowie gutes Benehmen (so genannte Alltagssittlichkeit).

3. Miteinander umgehen können
Miteinander umgehen können ist gekennzeichnet durch die Dialogfähigkeit des Einzelnen. Als Einflussgrößen der Dialogfähigkeit sind folgende Größen bekannt:

Soziale Wahrnehmung und Verständigung (Interesse/Neugier, Einfühlungsvermögen, Bereitschaft zuzuhören, Menschenkenntnis/Intuition, Verständnis/Vorurteilslosigkeit, Gesinnungsähnlichkeit)
Beziehungsfähigkeit / Beziehungspflege / Mitleid
Gastfreundschaft
Kontaktschwierigkeiten / Berührungsängste / soziale Vorurteile / Standesschranken / Schüchternheit
Liebenswürdigkeit

Viele reden und reden und verstehen sich gegenseitig nicht. Dies liegt oft daran, dass keiner dem anderen zuhört. Zuhörfähigkeit und Kontaktfähigkeit sind wertvolle Eigenschaften, die sich trainieren lassen.

4. Miteinander arbeiten und handeln können
Miteinander arbeiten und handeln zu können heißt, teamfähig zu sein. Wer teamfähig ist, der stellt sich gut auf einzelne Gruppenmitglieder ein und bezieht bei seiner Arbeit auch die Erfahrungen von Kollegen mit ein. Er unterscheidet sich von anderen Mitarbeitern auch darin, dass er seine eigenen Erfahrungen und sein Wissen gerne an andere weitergibt. Nur wer den anderen kein Wissen vorenthält, kann gemeinsame Ziele entwickeln. Wer sich selbst fragt, in welchen Teams er besonders erfolgreich gearbeitet hat und in welchen weniger, der entdeckt vielleicht die Ursachen. So kann er in künftigen Teams verstärkt darauf achten, dass ungünstige Konstellationen nicht mehr eintreten.

Neuerdings tritt im Rahmen der Teamfähigkeit auch immer wieder das Thema Mobbing in Erscheinung. Mobbing gilt als Problem in der Kooperationsfähigkeit.

5. Miteinander leben können
Der fachliche Begriff hierfür lautet „Konvivienzfähigkeit“. Welche Einflussgrößen spielen für die Konvivienzfähigkeit eine Rolle? Hier ein paar Beispiele…
– Partnerschaftsfähigkeit
– Freundschaftsfähigkeit
– Beziehungsängste
– (Un-) Abhängigkeit
– (Nicht-) Allein-sein-können
– Nähe und Distanz

6. Miteinander streben können
Diese Fähigkeit nennt man auch Partizipationsfähigkeit. Hierzu zählen zum Beispiel….
– Firmenzugehörigkeit
– Vereinszugehörigkeit
– Parteizugehörigkeit etc.

7. Füreinander da sein und einstehen können
Welche Eigenschaften sind kennzeichnend für eine solche Integrationsfähigkeit?
Es sind Liebesfähigkeit, Familiensinn, Harmoniebedürfnis/Vertrauen, Opferbereitschaft/Selbstlosigkeit.

Zur Sozialkompetenz zählt somit auch die Fähigkeit, sich und andere integrieren zu können. Eine Führungskraft sollte vor allem neue Mitglieder gut in eine Gruppe aufnehmen und gemeinsame Ziele und Werte vermitteln können.

8. Gegeneinander streiten können
Gegeneinader streiten können bzw. aufeinander losgehen können sind Bestandteile der Konfliktfähigkeit. Diese ist im Wesentlichen gekennzeichnet durch
– Interessenausgleich/Kompromissfähigkeit,
– Standfestigkeit/Selbstbehauptung,
– Aversion/Antipathie/Misstrauen/Feindschaft.

Die Sonne scheint nicht immer. Konflikte lassen sich in keinem Unternehmen vermeiden. Es kommt jedoch darauf an, wie man in Konfliktsituationen agiert. Wer konfliktfähig ist, entwickelt sachliche Entscheidungskriterien und vertritt einen eigenen Standpunkt.

9. Auseinander gehen können
Ausschlag gebend für die Fähigkeit auseinander gehen zu können ist die Distanzierungsfähigkeit.
– Hierzu zählen Entfremdung/Gleichgültigkeit, Scheidung/Trennung, Beziehungslosigkeit/Einsamkeit/Null-Beziehung.